Friteuse: Nudeln kochen möglich? Welche Modelle?

Eine Fritteuse ist für Gesundheitsfanatiker ein No-Go, dennoch befindet sich in vielen Haushalten ein solches Gerät. Wer nicht täglich darin frittiert, der sollte keine gesundheitlichen Schäden fürchten. Dennoch gibt es Menschen, die sich von der hohen Fettmenge, die in der Fritteuse schwimmt, abschrecken lassen. Ein weiterer Aspekt ist der, dass das Fett die Kartoffeln mit mehr als 170 Grad gart und bräunt. Das ist nötig, damit die Pommes frites knackig werden und kein Wasser aus den Kartoffeln austritt. Fans von Frittiertem möchten jedoch möglichst viel in diesem Gerät garen, Fleisch und Fisch hat bereits den Weg in die Fritteuse gefunden. Doch was ist mit Nudeln? Kann man diese ebenfalls in der Friteuse garen?

Pasta kochen mit normaler Friteuse – besser nicht!

Eine herkömmliche mit Fett betriebene Fritteuse zum Pastakochen einzusetzen ist aus mehreren Gründen nicht wirklich ratsam. Die Kartoffeln, die roh in die Fritteuse gegeben werden, haben im Gegensatz zu den handelsüblichen getrockneten Teigwaren einen hohen Wasseranteil und einen geringeren Kohlehydrat-Anteil. Nur in Fett alleine würden Nudeln nicht garen, sondern verbrennen. Eine handelsübliche Fritteuse eignet sich zwar zum Frittieren von Pommes und panierten Fleisch- oder Fischstücken, wie Calamares, nicht jedoch um Pasta zu kochen.

Anders jedoch sieht es mit bereits gekochten Nudeln aus. Gerade gut abgetropfte Nudelnester können in eine Fritteuse gegeben werden und so knusprig gebraten werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Nudeln wirklich trocken sind und dass die Fritteuse einen Korb hat, mit dem die Nester langsam in das Fett gelassen werden können. Die frittierten Nudeln sind jedoch sehr fettig, wenn sie fertig sind, und sollten gut abtropfen. Das Fett sollte nach dem Frittieren ausgewechselt werden und abgefallene Nudelteile aus der Fritteuse entfernt werden. Eine weitere Möglichkeit, eine herkömmliche Fritteuse als Pasta-Bereiter zu nutzen ist, das Fett aus dieser zu entfernen und mit Wasser zu befüllen, falls dies vom Hersteller so vorgesehen ist. Jedoch sollte beachtet werden, dass das Wasser eine Siedetemperatur von nur 100 Grad hat. Die Fritteuse sollte auch höchstens bis zur Hälfte mit Wasser befüllt werden, um ein Überkochen zu vermeiden. Doch erkundigen Sie sich in jedem Fall über die Gebrauchsanweisung oder direkt beim Hersteller, ob die jeweilige Friteuse dazu geeignet ist, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Allerdings gibt es auch sogenannte Multifunktions-Kocher, mit denen man sowahl Nudeln als auch Pommes kochen bzw. frittieren kann. So z.B. die Lentz Home Design MFC-1 Maschine.

Fritteusen jedoch, die mit wenig Fett auskommen und damit werben, ohne Fett auszukommen, können Pommes mit 10 ml Pflanzenöl herstellen. Durch ein spezielles Heißluftsystem, Rotation und eine Anti-Haft-Beschichtung ist die Herstellung von fettarmen Pommes möglich. Die Hersteller wie Philips, Tefal und Gourmet Maxx werben damit, auch andere Gerichte damit herstellen zu können. Hierzu gehören neben Muffins und Brownis auch Brathähnchen, Gyros und auch Fleischsoßen. Diese Fleischsoßen, wie die Bolognese kann auch zu Nudelgerichten gereicht werden. Je nach Größe des Gerätes und Größe der Portionen können gekochte oder frische Teigwaren gegen Ende des Garvorgangs hinzugegeben werden.